Wolfgang, 40
Jede hat unabhängig davon woher sie/er kommt, wie sie aussieht, was sie kann oder nicht kann, die gleichen Rechte und Pflichten in einer Gesellschaft. Sie hat auch die gleichen Möglichkeiten in dieser Gesellschaft zu handeln. Keine wird bevorzugt, keine benachteiligt. Jede erhält die Hilfe, die sie braucht, um ihr Leben zu gestalten. Jede erhält die Informationen so, dass sie versteht und lesen kann. (Braille, Gebärde, Leicht zu verstehende Texte etc). Jede kann überall dorthin, wo alle hinkönnen.
Alexandra, 31
Für mich bedeutet Barrierefreiheit, wenn ich mich innerhalb meiner körperlichen Grenzen nicht behindert fühle. Das heißt vor allem, wenn man nicht immer Alternativlösungen suchen bzw. Kompromisse eingehen zu müssen, um zB aufs Klo gehen zu können oder eben Lieferanteneingänge benutzen zu müssen. Für mich beginnt Barrierefreiheit dann, wenn man gemeinsam an Problemen arbeitet um für alle die best mögliche Lösung für bauliche, wirtschaftliche, soziale oder webbasierte Barrieren zu finden. Immerhin profitiert jeder davon und das Miteinader funktioniert wesendlich besser, da keiner benachteiligt ist.
Erich, 25
Der Begriff ist recht interessant, da es so viele Bereiche des Lebens beinhaltet. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Randstein für einen Rollstuhlfahrer eine enorme Barriere darstellt; für einen Blinden kann eine Ampel ohne Signalton ebenfalls eine riesige Barriere sein. Eigentlich könnte man diese Barrieren leicht entfernen, wenn sich die Verantwortlichen nicht immer ums Geld streiten würden, denn so teuer kann eine Randsteinabflachung oder eine Signalampel nicht sein, oder?