Wolfgang, 40
Wer zuerst rausschmeißt, muss im Anschluss integrieren. Ich träume immer noch von einer Gesellschaft, in der jede Frau Platz hat und jeder Mann, jedes Mädel und jeder Bub ebenso und sich frei bewegen kann und alles nutzen kann und die Hilfe und Unterstützung bekommt, die sie oder er oder es braucht.
Rosina, 21
Für mich sehr wichtig. Allerdings bin ich im Laufe meines Lebens drauf gekommen, dass Integration immer vom Behinderten Menschen selbst ausgehen muss. Als der Behinderte muss sicherlich meiner Meinung nach wenn man wirklich von Integration spricht den ersten Schritt tun. Einfach dastehen und sagen 'da bin ich, nehmt mich so wie ich bin' hilft nix. Man muss auch immer selber viel dazu beitragen.
Alexandra, 32
Integration ist im Laufe meines Lebens zu einem Wort mit negativem Beigeschmack geworden. Für mich hat Integration nur Sinn, wenn sie von allen Seiten gewünscht ist. Nicht jeder Behinderte ist integrationsfähig, obwohl es sich viele Behindertenaktivisten wünschen und auch vehement danach fordern. Nicht jeder Migrant ist integrationsfähig, vor allem nicht, wenn dieser nicht bereit ist, die Gesetze eines Landes zu respektieren und auch nach 20 Jahren noch immer nicht die Sprache des Landes beherrscht. Integration ist ein Instrument der Politik geworden. Ich persönlich kann mit dieser Art der Machtausübung nichts anfangen. Fühle ich mich integriert? Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird und ich antworte stets: 'Danke, ich hab ein schönes und erfülltes Leben!'.