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Standort: Berichte und Interviews zum Thema AlltäglichesStich-Wort – Quotenregelung

Stich-Wort

"Quotenregelung"

Wolfgang, 40

'Vergesst Quoten! Wir brauchen Regeln, die Diskriminierungen beseitigen und verhindern.' sagte einst ein britischer behinderter Arbeitnehmer bei einem Vortrag. Wir haben immer noch die Quoten. Ich selbst bin 50 nichtbehinderte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wert. Ich benütze einen Rollstuhl, gelte, wie blinde Frauen und Männer, als so schwer beeinträchtigt, dass ich bei der Berechnung der Einstellpflicht gleich doppelt zähle. Ich halte Quoten für ein Instrument der Unterdrückung, aber da gibt es durchaus andere Meinungen.

Alexandra, 32

Das gehört wohl zu meinen Unwörtern. Es muss gesetzlich geregelt werden, wer am Arbeitsmarkt bevorzugt bzw. benachteiligt werden darf. Diese Quotenregelung bringt nur mehr ärger, als es sinnvoll sein sollte. Zudem müssen wir ganz ehrlich sein, nicht jeder Job ist für behinderte Menschen geeignet, aber Arbeitgeber sind gezwungen, ihre Stellenausschreibungen so zu formulieren, um nicht zu diskriminieren, egal wie unzugänglich der Arbeitsweg oder die Tätigkeit ist. Ich fände es viel wichtiger, mit den Arbeitgebern zu reden und dass sich die Verantwortlichen zB das Bundessozialamt, Wirtschaftskammer, Arbeitsmarktservice und der potentielle Arbeitgeber zu reden. Niemand möchte ausgeschlossen werden, aber man sollte sich auch über Konsequenzen im Klaren sein und nicht immer sind die Arbeitgeber die Bösen.

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