Laut aktuellen Statistiken leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Zwängen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch ein Mehrfaches davon betragen, denn viele Betroffene schämen sich für ihre Wasch-, Kontroll-, Ordnungs- oder Gedankenrituale.
Ich habe darüber ein Buch geschrieben. Mein Anliegen war es, die Krankheit aus ihrer Unbegreiflichkeit heraus zu lösen und die dahinter stehenden Ängste zu enttarnen. In den Aufzeichnungen bediene ich mich verschiedenster Stilistiken (u.a. Erzählung, Lyrik, Tagebuch), um das Geflecht der Auswirkungen eindringlich darzustellen.
Zur Thematik existiert zwar eine beachtliche Anzahl von wissenschaftlichen Fachpublikationen aus den Bereichen Neurologie, Psychologie und Soziologie, authentische Arbeiten aus der Perspektive des Erkrankten sind jedoch rar.
Während der Niederschrift konnte ich nicht anders, denn den unliebsamen Hauch des Tages, der unbedingten spürbaren (und trotz allem bescheidenen) Wirklichkeit nicht einzuatmen. Meine ständigen Begleiter hießen Zwangskrankheit, Zwangsstörung oder Zwangsneurose – jedoch alle hörten auf die eine Angst "Leben". Am Ende schmeckte ich nur einen Menschen, der sich vor sich selbst fürchtete.
Thomas Dahl stellte für Projekt Gink-Go! Leseproben zu seinem aktuellen Buch "In Den Teufeln Meiner Augenblicke – Protokolle eines Zwangskranken – von Halmas Thod" zur Verfügung.
Leseprobe: thomas_dahl_leseprobe.pdf
Mehr Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier: www.cafe-tod.npage.de oder www.wortall.de