"Ausbildung, Arbeitsplatz, Wohnen, Selbstverwirklichung" – lebenswichtige Bausteine für jede menschliche Existenz, aber für behinderte Jugendliche und Erwachsene auch in unserer heutigen Gesellschaft nicht immer selbstverständlich
Die wesentlichen Grundrechte – gleichberechtigt und ohne Diskriminierung in der Gesellschaft zu leben – werden im Einzelnen mehr und mehr von unterschiedlichen Vereinen verwirklicht.
Der Verein Balance ist dahingehend herausragend, da er alle diese "Bausteine" seit der Gründung vor knapp drei Jahrzehnten für behinderte Jugendliche und Erwachsene in die Realität umgesetzt hat.
Lesen Sie selbst im nachfolgenden Interview, was die unterschiedlichen Bausteine des Vereins Balance beinhalten.
Sylvia Reitmann sprach für Projekt Gink-Go! mit Magistra Helga Hiebl, Chefredakteurin vom Verein Balance
Sylvia: Wie, wann und von wem wurde Balance gegründet?
Helga Hiebl: Balance wurde 1977 aus einer privaten Initiative von Frau Ruth Wonder, die als Erzieherin in einem Schülerheim für behinderte Jugendliche tätig war und bemerkte, dass für ihre Schüler und Schülerinnen nach der Schule keine betreuten Wohnformen existierten, gegründet. Sie initiierte Urlaube nach Italien und erste betreute Balance-Wohngemeinschaften in Wien.
Sylvia: Welche Werte und Ideale verkörpert Balance?
Helga Hiebl: Wir sind ein gemeinnütziger, überparteilicher und nichtkonfessioneller Verein, der nach demokratischen Grundsätzen aufgebaut ist und arbeitet. Wir stehen dafür ein, dass es ein Grundrecht aller Menschen ist, gleichberechtigt und ohne Diskriminierung in der Gesellschaft zu leben (Artikel 7 der Bundesverfassung).
Unsere Arbeit als sozialer Dienstleister entspricht hohen Qualitätsstandards. Zur Sicherung einer gleich bleibenden Qualität auf hohem Niveau hat Balance 2004 eine Balanced Scorecard (BSC) entwickelt.
Balance unterstützt Integrationsbedürfnis und –bemühungen seiner Klienten und Klientinnen. Als Grundvoraussetzung für Integration sieht Balance Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit der Klienten und Klientinnen. Sie bei der Entwicklung und Praxis von Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit zu unterstützen, ist deshalb das Qualitätskriterium unserer Arbeit (aus dem Balance-Leitbild).
Sylvia: Was unterscheidet Balance von anderen ähnlichen Organisationen? Was ist das Besondere an der Arbeit von Balance?
Helga Hiebl: Balance sucht Kontakt und Kooperation mit engagierten gesellschaftstragenden und auch sozial kritischen Entscheidungsträgern, Organisationen und Unternehmen. Balance bringt sich ein in sozialpolitische Initiativen, die wie wir Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Integration von Menschen mit Behinderungen fördern.
Balance sieht es als Aufgabe, nicht nur Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, auszugleichen, was die Gesellschaft (noch) nicht leisten kann, sondern auch mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit die Anliegen und Leistungen von Menschen mit Behinderung bekannt zu machen und Vorurteile abzubauen (Balance-Design-Produktlinie, Künstler und Künstlerinnengruppe bild.Balance).
Sylvia: Welche Möglichkeiten werden Menschen mit oder ohne Behinderung angeboten? Wer ist Ihr Klientel?
Helga Hiebl: Balance bietet im Rahmen seiner Einrichtungen Menschen mit körperlichen und mehrfachen Behinderungen sowie sozial oder psychisch auffälligen Jugendlichen und erwachsenen Menschen vollbetreute Wohnplätze, Beschäftigungstherapie-Werkstätten, Arbeitsintegrationsbegleitung, mobile Wohnbetreuung sowie sozialarbeiterische Beratung und Information an.
Sylvia: Wie leben die Menschen in den von Balance betreuten Wohneinheiten zusammen? Wohngemeinschaften/Einzelwohnungen?
Helga Hiebl: Balance bietet ein weit gefächertes Angebot an betreuten Wohnmöglichkeiten. Diese Angebote orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung. Sie sollen Wahlmöglichkeiten sein.
Bei Balance gibt es Einzelzimmer, in Ausnahmefällen Zweibettzimmer (bei Jugendlichen), Garçonnièren, Balance-Trainingswohnungen und eine mobile Betreuung auch in der eigenen Wohnung.
Sylvia: Welche Unterstützung erhalten die Menschen im Alltag von Balance, nicht nur in den Wohneinheiten und Werkstätten, sondern auch im öffentlichen Leben (z.B. Behördengänge, Arztwege)?
Helga Hiebl: Es geht immer darum, gemeinsam einen Weg zu finden, wie eigene Selbstständigkeit durch hilfreiche Unterstützung ergänzt werden kann. In allen betreuten Wohnformen von Balance erhält der Bewohner oder die Bewohnerin Assistenz im Alltag je nach Bedarf. In den Werkstätten liegt ein Schwerpunkt auch bei der Begleitung und Entwicklung von Perspektiven innerhalb und außerhalb der Maßnahme Beschäftigungstherapie. Balance arbeitet mit dem Prinzip der Bezugsbegleitung und dem im Leitbild verankerten Anspruch, dass Lebensqualität und Selbstbestimmung die wichtigsten Qualitätskriterien in der gemeinsamen Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Klienten und Klientinnen sind. Jede Klientin und jeder Klient bekommt als Bezugsbegleiter oder Bezugsbegleiterin einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus dem Assistenzteam der Einrichtung, die spezielle Leistungen, wie Persönliche Zielplanung, Hilfe in Krisen, Gespräche, Koordinierung und Übernahme unterstützender Aktivitäten im Rahmen der Persönlichen Zielplanung im Bereich Bildung und Freizeit, notwendiger individueller Begleitbedarf (z.B. Arztbesuch, Arbeitssuche, Amt etc.), Hilfe beim Aufbau eines Unterstützer- und Unterstützerinnenkreises, Ansprechperson für Klienten und Klientinnen und z.B. Angehörige, Sachwalter und Sachwalterin, anbietet. Es besteht die Möglichkeit für den Klienten oder die Klientin einer geschlechtsbezogenen Auswahl und ein Vetorecht. Sozialarbeiterische Beratung, die die Zusammenarbeit mit "Selbstbestimmt-Leben-Organisationen", wie dem Zentrum für Kompetenzen, ermöglicht, gibt Raum für die Entwicklung von Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit.
Sylvia: Wie werden die Produkte aus den Werkstätten vermarktet? Wo können Produkte aus den Werkstätten von Balance erworben werden?
Helga Hiebl: Die Produkte aus den Balance-Werkstätten können in den an die Balance-Werkstätten angeschlossenen Verkaufsräumen (Werkverkauf) und bei den zahlreichen Vertriebspartnern und –partnerinnen (derzeit 23 Verkaufsstellen, Liste einsehbar auf der Balance-Homepage unter "Verkaufsstellen") erstanden werden. Außerdem gibt es immer wieder Veranstaltungen der Werkstätten,, wie Osterbazare, Adventverkauf, "SoHo-Cocktail", Werkstattfeste etc., wo die Produkte aus der Balance-Design-Produktlinie gekauft werden können, aber auch neue Produkte präsentiert werden und die Werkstätte mit Fertigung besichtigt werden kann. Die Balance-Design-Produktlinie wird in verschiedenen Medien (Kundenzeitschriften, Tageszeitungen, Plakaten etc., Balance-eigene Medien, wie Homepage, Zeitschrift "Balancer") und durch Corporate-Social-Responsibility-Kooperationen regelmäßig beworben.
Sylvia: Wie sieht die Zusammenarbeit mit Behörden aus? Auf welche Probleme stößt Balance dabei?
Helga Hiebl: Balance arbeitet mit Behörden professionell zusammen. Es gibt keine speziellen Probleme.
Sylvia: Wie wird Balance finanziert? Wie werden die Wohnungen finanziert? Wem kommen die Einnahmen aus den Werkstätten zugute? Welche Förderungen gibt es (staatliche, private)?
Helga Hiebl: Aus den Tagsätzen der Behindertenhilfe, Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Verkauf von Produkten aus den Werkstätten. Die Erlöse aus dem Produktverkauf werden für Material verwendet, und bei jedem verkauften Produkt gibt es einen Klienten- bzw. Klientinnenanteil.
Sylvia: Mit welchen Organisationen arbeitet Balance zusammen? Wie würde so eine Zusammenarbeit aussehen?
Helga Hiebl: Balance kooperiert mit Partner- und Partnerinnenorganisationen in einzelnen Bereichen (z.B. Arbeitsintegration), um an übergeordneten gemeinsamen Zielen im Interesse von Menschen mit Behinderungen zu arbeiten. Darüber hinaus ist Balance Mitglied der IVS (Interessensvertretung Sozialer Dienstleister). Im Bereich Fortbildung/Werkstätten arbeiten wir mit externen Experten und Expertinnen. Im Bereich Übungs- und Praxisfeld Selbstbestimmung kooperieren wir mit Organisationen, wie beispielsweise dem Zentrum für Kompetenzen, die Fortbildungsveranstaltungen durchführen und manchmal auch als Vermittler bei Konflikten agieren. Balance unterstützt vor allem auch private Initiativen, die Plattformen, Informationen und/oder Unterstützung für Menschen mit Behinderung anbieten mittels Bewerbung der Veranstaltungen und Aktivitäten in den Balance-Medien (Projekt Gink-Go!, NINLIL, sozialprojekte.com, www.wiend.at, Zentrum für Kompetenzen etc.).
Sylvia: Wie kann man die Arbeit von Balance unterstützen? Welche Unterstützung bieten Sie anderen Organisationen an?
Helga Hiebl: Als gemeinnütziger, keiner Konfession zugehörender und parteiunabhängiger sozialer Dienstleister müssen wir für alle Zusatzleistungen selbst aufkommen. Die erste und einfachste Möglichkeit ist bei dem Rechtsträger von Balance, dem Verein für Integration und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung, Mitglied zu werden und damit die Idee zu unterstützen. Der Mitgliedsbeitrag kommt direkt unseren Klienten und Klientinnen zugute, man kann aber auch den Geldbetrag einem speziellen Projekt widmen.
Für fördernde Mitglieder gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, die Künstler- und Künstlerinnengruppe bild.Balance in einem eigenen Förderkreis zu unterstützen. Durch die Mitgliedsbeiträge können außerdem Ferien- und Freizeitaktionen oder andere Aktivitäten finanziert werden, die durch die gesetzlich festgelegten Tagsätze nicht finanzierbar wären. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Balance-Design-Produkte oder die Kunstwerke der bild.Balance-Künstler und –Künstlerinnen käuflich zu erwerben.
Falls der Unterstützer oder die Unterstützerin eine Organisation oder Firma ist, hat die gegenseitige Verlinkung und das Bewerben von Veranstaltungen (auf Homepage, Newsletter, Zeitschrift etc.) eine wichtige Multiplikatorfunktion für beide Seiten. Anderen unterstützenden Organisationen und Firmen bieten wir günstige Dienstleistungen, Sonderanfertigungen und, je nach Kooperationsvertrag, Raumnutzungen und Werbemöglichkeiten in unseren Balance-Medien.
Sylvia: Seit wann gibt es die Zeitschrift "Balancer" und welche Bedeutung hat sie? Welche Bereiche behandelt diese und wie oft im Jahr erscheint diese Zeitschrift?
Helga Hiebl: Balance gibt seit dem Jahr 1997 eine Zeitschrift heraus. War sie anfänglich eher eine interne Mitgliederzeitung, so hat sie sich immer mehr zum Fachmedium entwickelt, das allgemeine Themen aus dem Behindertenbereich für Mitglieder, Angehörige und betroffene Interessierte aufbereitet. Die Blattlinie "Der Balancer" berichtet über die Aktivitäten von Balance und bekennt sich zu dessen Leitbild und thematisiert besonders auch relevante Themen und Ereignisse, die Menschen mit Behinderungen betreffen. "Der Balancer" bekennt sich zum Artikel 7 der Bundesverfassung, nach welchem es ein Grundrecht aller Menschen ist, gleichberechtigt und ohne Diskriminierung in der Gesellschaft zu leben. Als Grundvoraussetzung für Integration sehen wir Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit unserer Klienten und Klientinnen, und unterstützen Integrationsbedürfnisse und –bemühungen.
Ein besonderes Anliegen ist es für uns als Redaktion, dass die Redaktionsmitglieder zu mehr als der Hälfte aus Betroffenen, die bei Balance wohnen oder in einer der Beschäftigungstherapieeinrichtungen tätig sind, bestehen, also auch im Hintergrund integrativ agieren.
Sylvia: Welche anderen Aktivitäten bietet Balance an? Gibt es Events und Veranstaltungen?
Helga Hiebl: Balance veranstaltet regelmäßig Verkaufsveranstaltungen mit Festcharakter in den Werkstätten, wie Osterbazare, Adventverkäufe, "SoHo-Cocktail", Werkstattfest in Maria Ponsee, Modenschau ...
Im jährlich stattfindenden Jahresfest der Werkstätte "Objekt Fuchsenfeld" haben wir in den letzten Jahren darüber hinaus zu aktuellen Themen Podiumsdiskussionen mit Experten und Expertinnen, Politikern und Politikerinnen und Selbstvertretern und Selbstvertreterinnen veranstaltet.
Die Künstler- und Künstlerinnengruppe bild.Balance veranstaltet regelmäßig zwei bis vier Ausstellungen im Jahr sowie auch Projekte, die kreative Begegnungsmöglichkeiten mit anderen künstlerisch tätigen Menschen ermöglichen. (Projekt xraum/2005, Projekt xraum II/2006)
Die Zeitschrift erscheint viermal jährlich im Jänner, April, Juli und Oktober.
Sylvia: Welche Pläne hat Balance für die Zukunft? Sind zukünftige Projekte außerhalb der Bereiche Wohnen und Werkstätten geplant?
Helga Hiebl: Balance feiert im Jahr 2007 sein 30-jähriges Bestehen und möchte den erfolgreich beschrittenen Weg weiter fortsetzen. Im Wohnbereich wird im Herbst 2006 eine neue Wohnmöglichkeit für Menschen mit basalem Förderbedarf eröffnet. Gemeinsame Kooperationen und Vernetzungen sollen im Bereich Arbeitsintegration für Menschen mit Behinderung optimale Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Die Mittel für Fortbildungen und Freizeitaktivitäten für Klienten und Klientinnen müssen von Balance aufgebracht werden. Balance plant daher verstärkt Kooperationen mit Unternehmen im Sinne einer CSR-Partnerschaft ( Corporate Social Responsibility), um Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit für Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu erreichen.
Sylvia: Darf ich Sie ersuchen, kurz Ihren Ausbildungsweg zu beschreiben?
Helga Hiebl: Matura, Alten- und Behindertenbetreuerin beim Verein Miteinander/Oberösterreich, Schwerpunkt Psychiatrie, Studium der Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie und Publizistik und Kommunikationswissenschaften
Sylvia: Wie kamen Sie zu Balance?
Helga Hiebl: Nach dem Studium habe ich Projekte im Bildungsbereich durchgeführt, die sich mit anderen diskriminierten Gruppen in der Gesellschaft beschäftigten, nämlich mit Menschen mit Migrationshintergrund. Während meiner journalistischen Tätigkeit dann im Bereich Politik erkrankte meine Freundin schwer und starb nach einem Jahr. Die Begleitung und behördlichen Schwierigkeiten, die sie erleiden musste, haben mich wieder zum Thema "Behinderung" geführt. Ein Inserat in einer Tageszeitung machte mich auf Balance aufmerksam und ich bewarb mich. Die Stelle der Öffentlichkeitsarbeit bestand damals erst seit einem Jahr und so konnte ich vieles gestalten und aufbauen.
Sylvia: Wie sieht Ihr Arbeitstag bei Balance aus? Beschreiben Sie Ihre Tätigkeiten anhand von ein oder zwei Beispielen aus dem Arbeitsalltag.
Helga Hiebl: Als Chefredakteurin des "Balancers" gehört es zu meinem Alltag, alle Aktivitäten und Veranstaltungen fotografisch zu dokumentieren und darüber zu berichten oder berichten zu lassen. Ich leite die Redaktionssitzungen, redigiere Texte, produziere Artikel und recherchiere zu Themen. In Kontakt mit Grafikerin und Druckerei wird die Zeitung dann bis zum Andruck in der Druckerei von mir begleitet. Das gilt auch für alle anderen Publikationen. Folder, Infomaterial, Jahresbericht und Einladungen werden von mir in speziellen Layoutprogrammen erstellt oder in Auftrag gegeben und dann gedruckt.
Viel Arbeit steckt dann auch im Bewerben unserer Veranstaltungen, im Formulieren von Presseaussendungen und im Kontakthalten mit Medienvertretern und –vertreterinnen, Politikern und Politikerinnen und Kooperationspartnern und –partnerinnen. Dabei ist ein enger Kontakt wichtig, sodass die Inhalte richtig ankommen und kein falsches oder ungewünschtes Bild unserer Organisation bzw. von Menschen mit Behinderung entsteht. Meine Aufgabe ist es auch, für ein einheitliches Erscheinungsbild von Balance nach außen zu sorgen, sowohl inhaltlich als auch optisch.
Ein großer Aufgabenbereich ist auch unsere Homepage. Hier gilt es, tagesaktuell Bilder und Texte bereitzustellen, neue Seiten anzulegen, Anfragen zu beantworten und weiterzuleiten. Die Fotos müssen sowohl für die Zeitung als auch für die Homepage auch erst bearbeitet werden.
Sylvia: Hat Sie die Arbeit bei Balance auch persönlich verändert?
Helga Hiebl: Balance erlebe ich als Unternehmen, das viel Wert auf respektvollen Umgang miteinander legt. Konsequent und ernsthaft werden diskriminierende Verhaltensweisen abgelehnt und geleistete Arbeit wertgeschätzt. Das gilt für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen genauso wie für in der Beschäftigungstherapie tätige Menschen. Die Arbeit bei Balance hat mich zwar nicht persönlich verändert, aber es verstärkt das Gefühl, am richtigen Platz zu sein und dort meine Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen, wo sie gebraucht werden.
Sylvia: Welche persönlichen Wünsche haben Sie für Balance?
Helga Hiebl: Für Balance wünsche ich mir, dass die Leistungen in der Öffentlichkeit noch stärker wahrgenommen werden, dass Balance sich als echter sozialer Dienstleister für Menschen mit Behinderung erweist und dass es gelingt, sich qualitativ zu steigern.
Sylvia: Haben Sie ein persönliches Lebensmotto?
Helga Hiebl: Freude und Interesse an der Begegnung mit Menschen, am Leben und an Herausforderungen!
Vielen Dank, dass Sie uns Zeit für dieses Interview geschenkt haben.
Nähere Informationen über Balance finden Sie unter: http://www.balance.at
Infos zum Interview: Das Interview wurde per E-Mail durchgeführt.
Gesprächspartnerin: Sylvia Reitmann
Das Interview erscheint am 23. April 2006